Vortrag: Was hat das Universum mit uns zu tun?
aboutpixel.de Der Denker von Andreas Infurna
Nachdem ich letze Woche dann doch nicht mehr zur Hegelwoche gekommen bin, gab es heute den nächsten hochkarätigen Vortrag in Bamberg: Was hat das Universum mit uns zu tun? Warum ist nicht Nichts? von Prof. Dr. Harald Lesch (bekannt aus BR-Alpha und seiner Sendung Alpha Centauri).
Hier an der Bamberger Uni, die keine Naturwissenschaften hat und lediglich die Sternwarte der Erlanger Uni beheimatet, versucht also der Astophysiker und Philosoph, etwas über die Entstehungsgeschichte des Universums zu erzählen. Von der anfänglichen Quantenfluktuation bis hin zur Kollision der Milchstraße mit der Andromeda in ferner Zukunft spannt er dabei den Bogen, ohne die anwesenden Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler zu überfordern. Man merkt ihm einfach an, dass er Spaß bei der Sache hat. Wer kann, sollte sich auf der Homepage von Alpha Centauri mal seine Sendungen anschauen, bei mir klappt das leider wegen der Uni-Firewall nicht…
Als Einstimmung hier ein paar der Zitate, an die ich mich erinnern kann:
Mit dem Laserpointer in der Hand: “Wenn ich hier den Knopf drücke, macht eine gigantische Anzahl an Elektronen genau dasselbe. Das ist Kommunismus pur. Deswegen ist das Licht auch rot.”
“Ich bin auch an der Philosophischen Hochschule der Jesuiten und bin Protestant. Ich bin da sozusagen der Quoten-Ketzer”
Zur fehlenden Atmosphäre des Mondes: “…der ist inkontinent, der kann nichts halten.”
Zur Möglichkeit von nicht-kohlenstoff-basiertem Leben: “Eins kann ich Ihnen sagen, Sex zwischen einem Silizium-Männchen und einem Silizium-Weibchen dauert länger als das Universum alt ist.”
“Stellen sie sich mal vor, sie träfen auf einen Haufen unmotivierter, lustloser – wahrscheinlich brasilianischer – Sauerstoffmoleküle…”
Über Physiker: “Wir können nur etwas erklären, wenn wir etwas erklären können”
Über die moderne Kosmologie: “Das ist so absurd, sie könnten genauso gut an ein Universum glauben, in dem Schildkröte auf Schildkröte auf Schildkröte steht. Aber unser Modell können wir ausrechnen.”
Auf die Frage, ob er an Außerirdische glaube: “Wissen sie, vor vier Wochen hätte ich Ihnen noch etwas anderes geantwortet. Aber besonders seit letztem Freitag…”
Über die Verknüpfung von Physik und Philosophie: “Wenn die Welt ein Text wär, würde mir die Physik etwas über die Grammatik, die Zeichensetzung und die Semantik erklären, aber wer sagt mir, was der Text bedeutet?”






