Weltenkreuzer

Gedanken und Fundstücke aus all meinen Welten

DGS: Die Vernunft der Soziologie

Einen ersten dur­chaus inter­es­san­ten Vor­trag lieferte Hans-Georg Soeffner, der seine Ansicht darüber dar­legte, in welcher Herange­hensweise die Zukunft der Sozi­olo­gie liegt und wie diese sich selbst ver­ste­hen muss, damit sie einen wichti­gen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwick­lung leis­ten kann. Kon­tro­vers an dem Vor­trag war in meinen Augen die Forderung Soeffn­ers, die Sozi­olo­gie solle vor dem Hin­ter­grund sorgfältiger Stu­dien und his­torischer Beobach­tun­gen Hand­lungsalter­na­tiven anbi­eten, die es der Gesellschaft ermöglichen die aktuellen und zukün­ftige Krisen zu überste­hen und so einen prak­tis­chen Beitrag zur Zukunft der Gesellschaften leisten.

Ich will nicht abstre­iten, dass die Sozi­olo­gie in der Zukunft einen wichti­gen Beitrag leis­ten kann, aber ich sehe diesen nicht in der Bere­it­stel­lung von Hand­lung­sop­tio­nen. Ein­fach aus dem Grund, da sich die Sozi­olo­gie als Wis­senschaft eine Dis­tanz gegenüber ihrem Gegen­stand bewahren muss und es prob­lema­tisch wird, wenn sie ver­sucht, ihn eigen­ständig zu verän­dern. Vielmehr muss es darum gehen, diejeni­gen, die über die Mit­tel ver­fü­gen, die Gesellschaft der Zukunft mitzugestal­ten, für sozi­ol­o­gis­che The­men, die sozi­ol­o­gis­che Herange­hensweise und die Ergeb­nisse sozi­ol­o­gis­cher Forschung zu sen­si­bil­isieren, so dass wis­senschaftliche Erken­nt­nisse einen größeren Ein­fluss auf die gestal­ter­ischen Prozesse der Zukunft nehmen kön­nen. Wohlge­merkt, wis­senschaftliche Erken­nt­nisse, nicht Wissenschaftler.

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Kategorie: Wissenschaft

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