Weltenkreuzer

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Also doch: Das Licht und die Arbeitsleistung

Jeder der schon­mal mit Organ­i­sa­tions­forschung zu tun hatte, ist irgend­wann über die (mit­tler­weile umstrit­te­nen) Hawthorne-Experimente gestolpert. Dabei ging es den Forsch­ern in den 1920er Jahren darum, her­auszufinden, ob sich die Lichtver­hält­nisse auf die Leis­tungs­fähigkeit von Arbeit­ern auswirken. Man muss dabei berück­sichti­gen, dass die Betriebe dieser Zeit von den Ideen des Tay­loris­mus dominiert wur­den und Pro­duk­tion­sar­beit akribisch in winzige, hoch-optimierte Schritte unterteilt wurde. Das Exper­i­ment war ein­fach, aber verblüf­fend: Während bei einer Gruppe Arbeiter die Lichtver­hält­nisse verän­dert wur­den, blieben sie bei der Kon­troll­gruppe gle­ich. Verblüf­fend­er­weise zeigten jedoch beide Grup­pen eine verbesserte Leis­tung. Was war passiert? Nach der damals gängi­gen Inter­pre­ta­tion verbesserte sich die Moti­va­tion der Arbeiter dadurch, dass sich die Wis­senschaftler für sie inter­essierten und sich mit ihnen beschäfti­gen und erbrachten so eine bessere Leis­tung – mit dem Licht hatte das also nichts zu tun.

Was 1920 noch nicht gelang, klappte dann aber einige Zeit später und so gibt es heute tat­säch­lich Erken­nt­nisse darüber, dass sich die Lichtver­hält­nisse auf die Leis­tungs­fähigkeit der Men­schen auswirken. Vere­in­facht lässt sich dabei fes­thal­ten: Eine hellere Umge­bung erhöht die kog­ni­tive Leis­tungs­fähigkeit, senkt jedoch Fak­toren wie Offen­heit und Regen­er­a­tions­fähigkeit. Also gilt es, Büros und Schreibtis­che so hell es geht auszuleuchten und das Schlaf– und Wohnz­im­mer eher dunkel zu gestalten.

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Kategorie: Leben, Wissenschaft

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