Als wissenschaftlicher Mitarbeiter habe ich einen großen Vorteil: Es gibt nur wenige Zeiten, zu denen ich tatsächlich in der Uni sein muss. Klar, Lehrveranstaltungen und interne Besprechungen zwingen einen dann doch ab und an in die Uni, aber theoretisch könnte ich einen Großteil meiner Arbeit irgendwo anders erledigen. Texte lesen, Mails schreiben, Exposés verfassen und Aufsätze schreiben kann ich zuhause und im Café auch ohne Probleme. Aber auch wenn ich meist in meinem Büro in der Uni sitze, arbeite ich doch gerne mal an meinem heimischen PC oder unterwegs an meinem kleinen Laptop. Dabei stellt sich dann natürlich ein Problem: Wie stelle ich sicher, dass ich alle Dateien, Texte und eigenen Entwürfe immer da habe, wenn ich sie an einem der Rechner brauche?
Klar, USB-Sticks sind hier Gold wert, aber vor einigen Wochen habe ich ein kleines Tool entdeckt, das ich seitdem nicht mehr missen möchte: Dropbox. Auf den ersten Blick scheint das nichts anderes zu sein, als eine weitere Online-Festplatte mit 2GB kostenlosem Speichervolumen (für knapp 10$ pro Monat auf50GB erweiterbar), aber eine kleine Software, die man herunterladen kann, macht diesen Dienst zu etwas ganz Besonderem: Diese legt auf der lokalen Festplatte einen eigenen Ordner an, dessen Position man frei bestimmen kann. Der Inhalt dieses Ordners wird dann automatisch mit dem Dropbox-Server synchronisiert und jede Änderung nahezu synchron übertragen. Beim Starten des Rechners fragt Dropbox beim Server an und aktualisiert die Dateien. Änderungen, die man auf dem einen Rechner in diesem Ordner vornimmt, sind dann fast ohne Verzögerung auch auf den anderen Rechnern verfügbar.
Zusätzlich ist die Dropbox wie ein normales lokales Verzeichnis auf dem Rechner ansprechbar und kann somit als Standardordner für Dateien angegeben werden und ist in allen Programmen uneingeschränkt zugänglich.
Meine Dropbox liegt direkt auf meinem Desktop und ist so immer schnell erreichbar. Außerdem habe ich zu wichtigen Unterordnern weitere Verknüpfungen auf dem Desktop angelegt, sodass die Daten, die ich brauche, immer nur ein paar Klicks entfernt sind. In der Dropbox befindet sich mittlerweile meine komplette digitale Literatursammlung, alle Daten zu aktuellen Projekten und auch mein Archiv. Also ist alles, was ich brauche, auf jedem meiner Rechner immer verfügbar. Bevor ich mit meinem Laptop auf Reisen gehe, muss ich ihm nur kurz die Gelegenheit geben, sich die aktuellen Dateien aus dem Netz zu holen.
Auch auf Rechnern, auf denen die Software nicht installiert ist, sind die Daten über eine Web-Oberfläche zugänglich. Hier ist es sogar möglich, alte Versionen oder versehentlich gelöschte Dateien wiederherzustellen. Neben der Synchronisation dient Dropbox also gleichzeitig noch als Daten-Backup. Mehr kann man von einer kostenlosen Software echt nicht verlangen…

Matthias Mader sagt:
ich konnte mich mit dropbox ja nie so recht anfreunden. das konzept, die zu synchronisierenden daten in einen extra-ordner abzulegen, fand ich etwas unpraktisch. hilfreicher & einfacher scheint mir da ein werkzeug wie z.b. syncplicity, das ich jetzt seit einiger zeit mit großer zufriedenheit nutze, um netbook & pc zu synchronisieren. da wählt man einfach die lokalen ordner aus, die synchronisiert werden sollen — fertig.
Weltenkreuzer sagt:
Ich nutze die Dropbox ohnehin nur für meine Uni-Projekte. Da ich die ohnehin der Übersicht halber in einem Ordner ablege, ist es mir eigentlich ziemlich egal, ob der sich jetzt MyDropbox oder Uni schimpft. Und dadurch, dass er bei mir auf dem Desktop liegt, ist er immer in Reichweite.