Weltenkreuzer

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Verbot von Killerspielen

In einem Artikel für den Zuen­der der Zeit trifft Carsten Liß­mann den Nagel auf den Kopf:

Musik raubkopieren? Ver­boten, macht trotz­dem jeder. Haschisch rauchen?
Ver­boten. Bei rot über die Ampel? Eigentlich auch verboten.

[…]

An dieser Stelle ein Vorschlag: Ja, lasst uns die Killer­spiele
ver­bi­eten. Weg damit aus den Giftschränken der Tech­nikfach­märkte und
weg damit aus den Inter­net­cafes – mehr kön­nen wir sowieso nicht tun.
Und wenn dieses Thema dann endlich erledigt ist, lasst uns über etwas
anderes reden. Über Ein­samkeit. Über junge Men­schen, die offen­bar nicht
wis­sen, wohin mit sich und ihren Sor­gen. Die nicht viele Fre­unde haben,
dafür eine Waf­fen­samm­lung. Lasst uns reden über Nach­barsjun­gen in einer
Kle­in­stadt­sied­lung, die „schon immer komisch waren“ und „nie grüßten“.
Über Eltern, Lehrer, Mitschüler, die offen­bar nicht merken kon­nten,
dass da über Jahre etwas schief lief. Über eine Gesellschaft, in der
das Undenkbare möglich ist. Über uns.

Ein Ver­bot von “Killer­spie­len” würde den heißen Brei auflösen um den Poli­tik und Gesellschaft bei diesem Thema herum­re­den und uns endlich zwin­gen, die wahren Ursachen zu betra­chten. Und das würde uns allen sehr wehtun…

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Kategorie: Gesellschaft

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