Weltenkreuzer

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Politik im Dienste der Bürger?

Wieder ein­mal zeigt ein Poli­tiker schön auf, dass es in der deutschen Poli­tik schon lange nicht mehr um das Wohl der Bürger geht, son­dern dass Poli­tiker um sich sel­ber Kreisen und den Kon­takt zur Real­ität außer­halb Berlins schon lange ver­loren haben. Dies­mal ist es der CDU-Haushaltspolitiker Stef­fen Kam­peter, der zu den aktuellen Diskus­sio­nen um Steuersenkun­gen bei den Koali­tionsver­hand­lun­gen sagt:

Wichtig ist, dass unsere Glaub­würdigkeit in der Steuer– und Haushalt­spoli­tik erhal­ten bleibt. (Handelsblatt.com)

Moment? Ist es nicht viel wichtiger, dass Deutsch­land über einen gesun­den Staat­shaushalt ver­fügt? Dass aus­re­ichend Geld da ist für die längst überfäl­li­gen Investi­tio­nen in Bil­dung und Gesund­heit? Geht es nicht darum, den Bürg­ern ein gutes Leben zu ermöglichen? Darum, dass jeder in der Lage ist, glück­lich zu wer­den und gegen Armut abgesichert? DAS wären Ziele, die ich für legitim hal­ten würde.

Worum geht aber tat­säch­lich? Im Wahlkampf geht es darum, möglichst viel zu ver­sprechen, um Stim­men zu gewin­nen. Darum, möglichst vie­len Men­schen vorzu­gaukeln, sie wür­den nach der Wahl schöner, schneller, reicher sein und sie so dazu zu brin­gen, in der Kabine das Kreuzchen an der “richti­gen” Stelle zu set­zen. Nach der Wahl geht es dann darum, die “Glaub­würdigkeit” nicht zu ver­lieren und die utopis­chen Ver­sprechen vor der Wahl möglichst umzuset­zen, koste es, was es wolle.

Dabei frage ich mich aber ern­sthaft? Von welcher Glaub­würdigkeit redet Kam­peter da eigentlich? Um etwas erhal­ten zu kön­nen, muss es erst mal da sein…

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Kategorie: Gesellschaft

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