Weltenkreuzer

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Organisationen und Gesellschaft

Die klas­sis­che wirtschaftswis­senschaftliche The­o­rie sagt über Unternehmen in erster Linie fol­gen­des aus: Unternehmen ver­suchen ihren Gewinn zu max­imieren und entschei­den sich deshalb immer für diejenige Hand­lung, die ihnen am erfol­gver­sprechend­sten erscheint.

Dass dies jedoch keineswegs so ist, sollte wiederum jedem klar sein, der auch nur eine Woche inner­halb eines Unternehmens ver­bracht hat. So sind oft­mals Rou­ti­nen und etablierte Hand­lungsweisen maßgebend: “Das haben wir doch schon immer so gemacht.” Es zählt aber auch, was die Konkur­renz macht: “Firma XYZ bringt eine Limon­ade mit Mel­o­nengeschmack auf den Markt? Das müssen wir auch!” Ein weit­erer wichtiger Punkt, der auf den ersten Blick kaum ersichtlich ist, sind die Erwartun­gen, die andere an das Unternehmen stellen. Seien es Banken, die Kred­ite zur Ver­fü­gung stellen, Zulief­erer, die wichtige Vor­pro­dukte erzeu­gen oder die Gesellschaft im All­ge­meinen, die auf der Ein­hal­tung gewisser ethis­cher Stan­dards besteht.

Solche Erwartun­gen wer­den in der sozi­ol­o­gis­chen The­o­rie als “Insti­tu­tio­nen” beze­ich­net und seit den späten 1970er Jahren unter dem Etikett “Neo-Institutionalismus” auch im Kon­text der Organ­i­sa­tion­s­the­o­rie analysiert. Ich sel­ber habe mich in meiner Diplo­mar­beit aus­füh­lich mit dieser The­o­rie und ihren Schwächen auseinan­derge­setzt und freue mich daher umso mehr, dass es beim sozlog eine sehr gelun­gene Ein­führung in die Grundgedanken dieses Ansatzes zu lesen gibt: Neoin­sti­tu­tion­al­is­tis­che The­o­rie in der Organ­i­sa­tions­forschung.

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