Die OECD hat mal wieder die Bildungsstandards in Industrienationen verglichen und das Ergebnis, das momentan durch alle Medien geistert, stellt Deutschland kein gutes Zeugnis aus: Zu wenige Akademiker um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen. (FAZ.net, Sueddeutsche.de)
Ich bin zwar sicherlich der letzte, der das Deutsche Bildungssystem verteidigt, aber an dieser Studie ist mir aufgfallen, dass die Zahlen eigentlich kaum vergleichbar sind: So spielt in Deutschland auch in hochqualifizierten Berufen die Ausbildung eine sehr wichtige Rolle. Eine Krankenschwester in Deutschland zählt demzufolge nicht als Studienabsolventin, während eine Krankschwester in Großbritannien ein Studium absolviert hat. Demzufolge ist in Deutschland der Bedarf an Akademikern auch einfach geringer.
Hinzu kommt, dass der deutsche Regelabschluss, das Diplom, eher dem angelsächsischen Master entspricht, als dem Bachelor.
Um vergleichbare Zahlen zu erhalten müsste also in Deutschland das Vordiplom als Hochschulabschluss betrachtet werden (oder in anderen Staaten lediglich der Master) und alle Absolventen einer Ausbildung, die in anderen Ländern ein Studium benötigen würden, müssten ebenfalls hinzugerechnet werden. Mich würde sehr interessieren, wie die Zahlen dann aussähen…

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