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Kann Paid Content aussterben?

Peter Turi sieht das Ende kostenpflichtiger Inhalte im Inter­net nahen, da sich immer ein Konkur­rent finde, der sein Ange­bot kosten­los mache und sich über Wer­bung refi­nanziere. Stimmt im Prinzip, aber diese Entwick­lung hat Grenzen:

Die Erstel­lung von Inhal­ten erzeugt Kosten (bei Autor A), die durch Wer­bung (insb. für andere Inter­net­seiten) refi­nanziert wer­den müssen. Die Wer­bung Schal­tenden müssen nun die Kosten für ihre Wer­bung (spricht die Kosten von Autor A) und ihre eige­nen Inhalt­skosten (Autor B) über Wer­bung finanzieren, Autor C finanziert dann Autor B und damit auch Autor A usw. usf. Auch wenn es sicher­lich sehr attrak­tiv wäre, wenn sich die Web­seiten wech­sel­seitig finanzieren und der User kosten­losen Inhalt abgreifen kann, real­is­tisch ist das in meinen Augen nicht. Denn sobald Inhalte im Inter­net kosten­los ver­füg­bar sind, wird die Zahl derer, die für Tageszeitun­gen, Mag­a­zine etc. in der realen Welt Geld aus­geben sinken und damit auch die Ver­füg­barkeit von Mit­teln für die Wer­bung im Inter­net. Ein Teufel­skreis, der mehrere mögliche Ergeb­nisse haben könnte:

  1. Im Inter­net wird nur noch ein kleiner Bruchteil der Infor­ma­tio­nen ange­boten, die in real­weltlichen Pub­lika­tio­nen ver­bre­itet werden
  2. Der Aufwand, den Autoren betreiben kön­nen, um Inhalte zu pro­duzieren wird erhe­blich sinken und die Qual­ität der Inhalte damit gle­ich mit

Wer also eine weit­ere Ver­füg­barkeit hochqual­i­ta­tiver Infor­ma­tio­nen im Inter­net ver­langt, der muss sich, in meinen Augen, zumin­d­est in diesem Bere­ich ger­ade für (!) bezahlte Inhalte aussprechen.

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Kategorie: Gesellschaft

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