Weltenkreuzer

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Bürokratie pur?

Die bay­erische Staat­sregierung hat heute einen gigan­tis­chen Schritt gemacht, um die Kinder im Freis­taat vor Übergewicht zu bewahren und für eine gesün­dere Ernährung zu sor­gen. Dazu wurde von den Staatsmin­is­tern Schap­pauf (Umwelt, Gesund­heit, Ver­brauch­er­schutz) und Schnei­der (Unter­richt und Kul­tus) ein sen­sa­tionelles Konzept vorgestellt: Das Konzept für ein gesun­des Pausen­brot. So wird es zumin­d­est im Radio genannt.

Ich kenne das Konzept nicht und kann nicht beurteilen, ob es inhaltlich sin­nvoll und umset­zbar ist, aber diesen Namen finde ich ein­fach bescheuert. Was für Assozi­a­tio­nen weckt das denn bitte? Dass die Regierung jetzt sogar gesunde Pausen­brote reg­ulieren will? Dass die Regierung des Lan­des, dass sich sein “führen­des” Bil­dungssys­tem auf die Fah­nen schreibt, es ihren Wäh­lern nicht zutraut, sel­ber zu wis­sen, was auf ein gesun­des Pausen­brot gehört? (Auch wenn sie zumin­d­est damit lei­der wahrschein­lich nicht ein­mal falsch liegt)

Vielle­icht sollte auch bei der Betitelung von Konzepten oder Regelun­gen mal jemand beteiligt wer­den, der sich halb­wegs mit der öffentlichen Wirkung von Sprache auskennt…

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Kategorie: Gesellschaft

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