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	<title>Weltenkreuzer &#187; Theorie</title>
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		<title>Also doch: Das Licht und die Arbeitsleistung</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Aug 2009 21:33:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder der schonmal mit Organisationsforschung zu tun ha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder der schonmal mit Organisationsforschung zu tun hatte, ist irgendwann über die (mittlerweile umstrittenen) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hawthorne-Experimente">Hawthorne-Experimente</a> gestolpert. Dabei ging es den Forschern in den 1920er Jahren darum, herauszufinden, ob sich die Lichtverhältnisse auf die Leistungsfähigkeit von Arbeitern auswirken. Man muss dabei berücksichtigen, dass die Betriebe dieser Zeit von den Ideen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Taylorismus">Taylorismus</a> dominiert wurden und Produktionsarbeit akribisch in winzige, hoch-optimierte Schritte unterteilt wurde. Das Experiment war einfach, aber verblüffend: Während bei einer Gruppe Arbeiter die Lichtverhältnisse verändert wurden, blieben sie bei der Kontrollgruppe gleich. Verblüffenderweise zeigten jedoch beide Gruppen eine verbesserte Leistung. Was war passiert? Nach der damals gängigen Interpretation verbesserte sich die Motivation der Arbeiter dadurch, dass sich die Wissenschaftler für sie interessierten und sich mit ihnen beschäftigen und erbrachten so eine bessere Leistung – mit dem Licht hatte das also nichts zu tun.</p>
<p>Was 1920 noch nicht gelang, klappte dann aber einige Zeit später und so gibt <a href="http://karrierebibel.de/raumplan-%E2%80%93-wie-innenarchitektur-auf-unsere-leistung-wirkt/">es heute tatsächlich Erkenntnisse darüber, dass sich die Lichtverhältnisse auf die Leistungsfähigkeit der Menschen auswirken</a>. Vereinfacht lässt sich dabei festhalten: Eine hellere Umgebung erhöht die kognitive Leistungsfähigkeit, senkt jedoch Faktoren wie Offenheit und Regenerationsfähigkeit. Also gilt es, Büros und Schreibtische so hell es geht auszuleuchten und das Schlaf- und Wohnzimmer eher dunkel zu gestalten. </p>
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		<title>DGS: Unsicherheit als politisches Instrument</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 11:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie schafft es eine Regierung, der Bevölkerung oder ei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schafft es eine Regierung, der Bevölkerung oder einem bestimmten gesellschaftlichen System (Wissenschaft, Gesundheit&#8230;) eine neue Struktur zu geben, alte Strukturen&nbsp; aufzubrechen und Wandel zu institutionalisieren? Patrick Le Galès zeigt am Beispiel der Reformen in Großbritannien auf, wie die kontinuierliche Erzeugung von Unsicherheit als politisches Instrument eingesetzt werden kann. Er weist dabei insbesondere auf die Rolle von Bürokratien hin, die die Ergebnisse von beispielsweise Universitäten beobachten und die mehreren Hundert Indikatoren auf wenige, leicht kommunizierbare Werte reduziert. Dabei wird ein gutes Abschneiden in diesen Indikatoren und Ranglisten belohnt und ein schlechtes sanktioniert.</p>
<p>Auf diese Weise wird der Wandel von einer Radikalkur zu einem langsamen Prozess und es werden Anreize geschaffen, sich den neuen Strukturen graduell anzupassen. Selbst Kritiker der neuen Strukturen werden durch die enge Verknüpfung mit der Finanzierung dazu motiviert, die neuen Regeln zu übernehmen. Der ständige Wandel der Indikatoren und Bewertungskriterien führt zu einer andauernden Unsicherheit, die verhindert, dass sich langfristige Planung entlang alter Muster etablieren kann. Vielmehr wird ständige Anpassung gefordert, die gerade die Übernahme des Marktgedanken fördert.</p>
<p>Dabei erscheint diese Anpassung durch die rhetorische Verknüpfung mit Ranglisten und &#8220;best practices&#8221; zu einer Fiktion der Rationalität und Unausweichlichkeit, so dass das &#8220;ob?&#8221; der aktuellen Entwicklung nicht mehr hinterfragt wird, sondern nur noch das &#8220;wie?&#8221; diskutiert wird, werden auf diese Weise gleichzeitig Konflikte vermieden.</p>
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		<title>DGS: Stammesgemeinschaften und Markencommunities</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 09:55:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass in der heutigen Welt kein Platz mehr ist für trad [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass in der heutigen Welt kein Platz mehr ist für traditionelle Gemeinschaftsformen wie den Stamm, das Dorf, die Familie oder die Nation scheint in der Soziologie mittlerweile mehr oder weniger beschlossene Sache zu sein. Doch wie Wolfgang Gabbert am Beispiel Mexicos aufzeigt, führt auch gerade die Modernisierung in einigen Regionen dazu, dass sich Gruppen von Menschen auf der Grundlage traditionaler Kriterien, wie Abstammung oder Heimat, bilden. So grenzen sich Migranten aus einer bestimmten Region in Mexiko durch ihre Herkunft von US-Amerikanern und auch anderen Mexikanern ab und schaffen durch die Rückbindung an ihre Heimatdörfer auch dort ein Identitätsgefühl, das auf einer gemeinsamen Abstammung bzw. Herkunft basiert.</p>
<p>Dass es aber auch durchaus moderne oder sogar postmoderne Formen der Gemeinschaftsbildung gibt, zeigen Ronald Hitzler und Michaela Pfadenhauer auf, wenn sie &#8220;posttraditionale Gemeinschaften&#8221; in den Blick nehmen. Diese Gemeinschaften zeichnen sich zwar durch eine emotionale Verbindung und wechselseitige Solidarität aus, unterscheiden sich jedoch deutlich von traditionalen Gemeinschaften:&nbsp; So basieren sie nicht auf &#8220;angeborenen&#8221; Merkmalen wie Wohnort, Abstammung oder Religion und begleiten den Menschen über sein gesamtes Leben und in allen Lebensbereichen, sondern beruhen vielmehr auf einer freiwilligen Entscheidung des Einzelnen, sich für eine begrenzte Zeit einer Gemeinschaft anzuschließen und so eine bestimmte Identität anzunehmen. Als Beispiel ließen sich hier Markengemeinschaften nennen, die sich um ein Produkt oder eine Marke herum bilden (z.B. Apple, Opel&#8230;) und die dem Einzelnen dann Orientierung für einen gewissen Lebensbereich bieten. Gleichzeitig sind diese Gemeinschaften nicht so bindend wie traditionale Gemeinschaften, da man sie jederzeit und ohne Sanktionen befürchten zu müssen verlassen kann, um sich anderen Gruppen anzuschließen.&nbsp;&nbsp; </p>
<p>Das Kernproblem bei der Entwicklung von modernen Formen der Vergemeinschaftung ist, dass diese in einem Paradox gefangen sind: Einerseits sollen sie ihren Mitglieder ein Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln und Orientierungen und Interpretationsmuster anbieten, andererseits dürfen sie aber auch die Freiheit des Einzelnen nicht zu sehr einschränken. Welche dauerhaften Formen sich hier schließlich herausbilden und ob diese in der Lage sind, eine moderne Wirtschaft und Demokratie zu tragen, bleibt abzuwarten.</p>
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		<title>DGS: Netzwerkgesellschaft mal anders</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 08:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die "Netzwerkgesellschaft" ist mittlerweile ein Schlagw [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Netzwerkgesellschaft&#8221; ist mittlerweile ein Schlagwort, das immer wieder verwendet wird, um die moderne Gesellschaft zu charakterisieren. Waren-, Personen-, Kapital- und Kommunikationsströme verbinden Menschen und Organisationen auf der ganzen Welt und schaffen so Netzwerke, die die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung prägen. Eine andere Perspektive auf den Begriff hat Boris Holzer in seinem Vortrag vorgestellt. Er schlägt vor, den Begriff auf einen bestimmten Typus von Gesellschafts- und Wirtschaftssystem anzuwenden, in dem persönliche Netzwerke das wichtigste Mittel für gesellschaftliches Handeln sind &#8211; zentrale Beispiele sind hier die chinesischen Guanxi-Netzwerke und die Dominanz persönlicher Netzwerke in vielen postsozialistischen Transformationsstaaten. Eine spannende Überlegung, die den Begriff &#8220;Netzwerkgesellschaft&#8221; von einem Schlagwort, das wenig empirische Unterscheidungskraft enthält, zu einem kategorialen Begriff machen, der es erlaubt, verschiedene Formen (post-)moderner Gesellschaftssysteme zu unterscheiden. Insbesondere Wirtschaftskreisläufe außerhalb des klassischen Wirtschafts- und Verwaltungssystems können auf diese Weise theoretisch erfasst und konzipiert werden.</p>
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		<title>DGS: Soziologische Theorie und ihre praktische Umsetzung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 17:36:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soziologische Forschung ist groß darin, gesellschaftli [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soziologische Forschung ist groß darin, gesellschaftliche Entwicklungen zu beobachten und sie mit wissenschaftlichen Begriffen zu beschreiben und zu analysieren. Was sie jedoch oftmal außer acht lässt, ist der Einfluss den diese Entwicklungen auf das konkrete Leben der Menschen haben. Zwar ist der soziologischen Theorie bewusst, dass gesellschaftliche Strukturen nur durch die Menschen, die sie reproduzieren aufrecht erhalten werden können, in der Forschungspraxis wird diese Verbindung jedoch oftmals vernachlässigt. </p>
<p>Am Beispiel der &#8220;Prekarisierung&#8221; der Beschäftigungssituationen durch immer mehr befristete Verträge, einen fordernden Wohlfahrtsstaat und zunehmende &#8220;Eigenverantwortung&#8221; und den damit verbundenen Wandel der Geschlechterrollen hat Irene Dölling in ihrer Mittagsvorlesung aufgezeigt, dass Menschen gesellschaftliche Veränderungen nicht in wissenschaftlichen Begriffen wahrnehmen, sondern sie vielmehr vor dem Hintergrund ihres eigenen Wissens und ihrer eigenen Erfahrungen interpretieren. Es kommt demnach selten zu der theoretisch vorhergesagten Reaktion, sondern vielmehr entwickelt jedes Individuum einen eigenen Umgang mit den Veränderungen in seinem Umfeld. Es muss also darum gehen, nicht nur Erklärungen auf der Makro-Ebene zu liefern, sondern auch die individuellen Reaktionen auf die Veränderungen theoretisch zu konzeptionieren. Denn im Endeffekt sind es die Menschen und nicht die Soziologie, die neue gesellschaftliche Strukturen erzeugen. </p>
<p>Dieser Ansatz einer &#8220;praxeologischen Soziologie&#8221;, die das konkrete Handeln der Menschen in den Blick nimmt, interessiert mich schon seit einiger Zeit und wird aller Voraussicht nach eine wichtige Rolle in meinem Dissertationsprojekt spielen, das ich momentan konzipiere. Darüber wird es hier also wahrscheinlich noch so einiges zu lesen geben.</p>
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		<title>DGS: Soziologie &#8211; global gedacht</title>
		<link>http://www.weltenkreuzer.de/theorie/dgs-soziologie-global-gedacht</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 22:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vortrag Nummer zwei an diesem Abend stammte von Ulrich  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vortrag Nummer zwei an diesem Abend stammte von Ulrich Beck. Ihm ging es in erste Linie darum, aufzuzeigen, vor welchen Herausforderungen die Soziologie der nächsten Jahrzehnte steht. Dabei ist ihm insbesondere die zunehmende Entgrenzung wichtig, durch die die klassischen nationalstaatlichen Grenzen in der Soziologie im Prinzip nicht mehr aufrecht erhalten werden können. Allerdings ist nahezu die gesamte soziologische Methodik und Theorie noch auf einen klassischen abgegrenzten Nationalsaat ausgerichtet, ein Umstand, den er als &#8220;methodologischen Nationalismus&#8221; bezeichnet. </p>
<p>So werden soziale Ungleichheiten beispielsweise meist nur auf nationaler Ebene betrachtet: Deutsche Arbeiter vergleichen sich mit deutschen Angestellten, polnische Landbewohner mit polnischen Stadtbewohnern, spanische Frauen mit spanischen Männern. Tatsächlich entwickelt sich jedoch immer mehr ein Bewusstsein, dass auch Menschen außerhalb des eigenen Landes einen Vergleichsmaßstab darstellen können. Um mit diesen Veränderungen umgehen zu können, muss die Soziologie ein neues Instrumentarium entwickeln, das sich nicht mehr an der Fiktion des Nationalstaats orientiert, sondern das mit sozialen Gruppen auch ohne diese nationale Verankerung umgehen kann, eine Herangehensweise, die Beck als &#8220;methodologischen Kosmopolitismus&#8221; bezeichnet. </p>
<p>Dabei geht er jedoch, in meinen Augen, zu sehr davon aus, dass die nationale Ebene tatsächlich ab einem gewissen Punkt vollkommen irrelevant wird. So beschreibt er nationale Grenzen zwar als &#8220;Wasserscheiden der Wahrnhemung&#8221; der Soziologie, hinter die sie nicht blicken könne, lässt aber gleichzeitig außer acht, dass auch die Menschen, die Ungleichheiten wahrnehmen, ihre Wahrnehmung an nationalen Grenzen ausrichten. In meinen Augen ist es nämlich keineswegs so, dass ein &#8220;globaler Gerechtigkeitsmaßstab&#8221; bereits vollkommen etabliert ist. Vielmehr denke ich, dass dieser lediglich ein theoretisches Konstrukt ist, das der distanzierten Perspektive der Wissenschaft entspringt: Weil es so scheint, dass es keinen rationalen Grund für die Menschen mehr gibt, sich lediglich auf nationaler Ebene zu orientieren und zu vergleichen wird angenommen, dass sie es auch nicht mehr tun. Dass diese Annahme gerechtfertigt ist, wage ich zu bezweifeln.</p>
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		<title>DGS: Die Vernunft der Soziologie</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 22:20:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einen ersten durchaus interessanten Vortrag lieferte Ha [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen ersten durchaus interessanten Vortrag lieferte Hans-Georg Soeffner, der seine Ansicht darüber darlegte, in welcher Herangehensweise die Zukunft der Soziologie liegt und wie diese sich selbst verstehen muss, damit sie einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung leisten kann. Kontrovers an dem Vortrag war in meinen Augen die Forderung Soeffners, die Soziologie solle vor dem Hintergrund sorgfältiger Studien und historischer Beobachtungen Handlungsalternativen anbieten, die es der Gesellschaft ermöglichen die aktuellen und zukünftige Krisen zu überstehen und so einen praktischen Beitrag zur Zukunft der Gesellschaften leisten. </p>
<p>Ich will nicht abstreiten, dass die Soziologie in der Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten kann, aber ich sehe diesen nicht in der Bereitstellung von Handlungsoptionen. Einfach aus dem Grund, da sich die Soziologie als Wissenschaft eine Distanz gegenüber ihrem Gegenstand bewahren muss und es problematisch wird, wenn sie versucht, ihn eigenständig zu verändern. Vielmehr muss es darum gehen, diejenigen, die über die Mittel verfügen, die Gesellschaft der Zukunft mitzugestalten, für soziologische Themen, die soziologische Herangehensweise und die Ergebnisse soziologischer Forschung zu sensibilisieren, so dass wissenschaftliche Erkenntnisse einen größeren Einfluss auf die gestalterischen Prozesse der Zukunft nehmen können. Wohlgemerkt, wissenschaftliche Erkenntnisse, nicht Wissenschaftler. </p>
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		<title>Organisationen und Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jan 2008 17:05:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die klassische wirtschaftswissenschaftliche Theorie sag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die klassische wirtschaftswissenschaftliche Theorie sagt über Unternehmen in erster Linie folgendes aus: Unternehmen versuchen ihren Gewinn zu maximieren und entscheiden sich deshalb immer für diejenige Handlung, die ihnen am erfolgversprechendsten erscheint.</p>
<p>Dass dies jedoch keineswegs so ist, sollte wiederum jedem klar sein, der auch nur eine Woche innerhalb eines Unternehmens verbracht hat. So sind oftmals Routinen und etablierte Handlungsweisen maßgebend: &#8220;Das haben wir doch schon immer so gemacht.&#8221; Es zählt aber auch, was die Konkurrenz macht: &#8220;Firma XYZ bringt eine Limonade mit Melonengeschmack auf den Markt? Das müssen wir auch!&#8221; Ein weiterer wichtiger Punkt, der auf den ersten Blick kaum ersichtlich ist, sind die Erwartungen, die andere an das Unternehmen stellen. Seien es Banken, die Kredite zur Verfügung stellen, Zulieferer, die wichtige Vorprodukte erzeugen oder die Gesellschaft im Allgemeinen, die auf der Einhaltung gewisser ethischer Standards besteht.</p>
<p>Solche Erwartungen werden in der soziologischen Theorie als &#8220;Institutionen&#8221; bezeichnet und seit den späten 1970er Jahren unter dem Etikett &#8220;Neo-Institutionalismus&#8221; auch im Kontext der Organisationstheorie analysiert. Ich selber habe mich in meiner Diplomarbeit ausfühlich mit dieser Theorie und ihren Schwächen auseinandergesetzt und freue mich daher umso mehr, dass es beim <a href="http://www.sozlog.de/?p=647">sozlog </a>eine sehr gelungene Einführung in die Grundgedanken dieses Ansatzes zu lesen gibt: <em><a href="http://www.sozlog.de/?p=647" rel="bookmark" title="Permanent Link: Neoinstitutionalistische Theorie in der Organisationsforschung">Neoinstitutionalistische Theorie in der Organisationsforschung</a></em>.</p>
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