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	<title>Weltenkreuzer &#187; Schule</title>
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	<description>Gedanken und FundstÃ¼cke aus all meinen Welten</description>
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		<title>Medizinstudium: Die Masse macht&#8217;s?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 09:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland droht anscheinend ein Ã„rztemangel. Ob das  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland droht anscheinend ein Ã„rztemangel. Ob das stimmt, oder nicht, weiÃŸ ich nicht, aber unser Gesundheitsminister sieht darin wohl eine Gefahr fÃ¼r die deutsche Volksgesundheit. <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,687231,00.html">Daher will er den Numerus clausus (die Vergabe von StudienplÃ¤tzen anhand des Notenschnitts im Abitur) fÃ¼r das Studienfach abschaffen und bei der Verteilung der StudienplÃ¤tze stÃ¤rker auf AuswahlgesprÃ¤che an UniversitÃ¤ten setzen</a>. </p>
<p>Wie das dazu fÃ¼hren soll, dass mehr Ã„rzte in lÃ¤ndlichen Regionen arbeiten wollen, ist mir allerdings aus verschiedenen GrÃ¼nden schleierhaft:</p>
<ol>
<li>Durch eine Ã„nderung des Vergabeverfahrens entstehen nicht mehr StudienplÃ¤tze. Die KapazitÃ¤ten an den UniversitÃ¤ten bleibenbeschrÃ¤nkt und gerade fÃ¼r die teuren Medizin-StudienplÃ¤tze mÃ¼sste sehr viel Geld in die Hand genommen werden, das momentan niemand hat.</li>
<li>Die Arbeit als Arzt in Deutschland wird dadurch nicht attraktiver. Der Spiegel schreibt selbst, dass in den StÃ¤dten ein Ãœberangebot besteht und gerade die lÃ¤ndlichen Regionen Probleme bekommen werden. Warum die durch AuswahlgesprÃ¤che zugeteilten Studierenden eher bereit sollten, auf dem Land zu arbeiten, als die durch NC verteilten, weiÃŸ ich nicht. AuÃŸerdem Ã¤ndert sich so nichts an den extrem schlechten Arbeitsbedingungen fÃ¼r KlinikÃ¤rzte in Deutschland â€“ sodass das Ausland fÃ¼r immer mehr eine verlockende Option darstellt.</li>
<li>Entgegen zahlreicher GerÃ¼chte ist das Lernen an der UniversitÃ¤t wesentlich anspruchsvoller als das an der Schule. Auch wenn ich wahrlich kein Verfechter von Schulnoten als LeistungsmaÃŸstab bin, lÃ¤sst sich nicht leugnen, dass die, die schon in der Schule mit Biologie oder Mathe Probleme hatten, auch an der UniversitÃ¤t massive Probleme bekommen.</li>
</ol>
<p>Anstatt sich den wahren Problemen der deutschen Ã„rzte anzunehmen, hat RÃ¶sler anscheinend eine MÃ¶glichkeit gesucht, die ihn als Reformer dastehen lÃ¤sst und nach auÃŸen hin gut durchdacht und wirksam erscheint. Beim nÃ¤heren Hinsehen entpuppt sie sich aber leider als Symbolpolitik, die die wahren Probleme nicht angeht: keine attraktiveren Arbeitsbedingungen fÃ¼r KlinikÃ¤rzte, die aktuell in Deutschland gut und teuer ausgebildet werden und dann ins Ausland abwandern, und keine Programme, die die Niederlassung in lÃ¤ndlichen Regionen attraktiver machen.</p>
<p>Ich sehe in dem Vorhaben sogar die Gefahr, dass es fÃ¼r Abiturienten, die als Erste in ihrer Familie eine so hohe Ausbildung abgeschlossen haben, (noch) schwieriger wird, einen Studienplatz in Medizin zu bekommen: Schulnoten erwirbt man sich Ã¼ber Jahre hinweg in der Interaktion mit Lehrern, die zumindest grundlegend in der fairen Bewertung von SchÃ¼lern ausgebildet sind. LernfÃ¤higkeit und die Entwicklung Ã¼ber die Zeit flieÃŸen dabei durchaus in die Notengebung ein. In einem AuswahlgesprÃ¤ch zÃ¤hlen jedoch auftreten und der richtige Habitus: Das richtige Wort zur richtigen Zeit, die richtige Kleidung und die FÃ¤higkeit souverÃ¤n auf hohem Niveau Smalltalk zu halten. Das sind aber Dinge, die nicht alle SchÃ¼ler in der Schule behandeln, sondern die man in seiner Familie, von seinen Eltern und dem engen Umfeld lernt. Die, deren Eltern sich bereits auf akademischem Parkett bewegen, wÃ¤ren dadurch klar im Vorteil.</p>
<p>(Quelle: <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,687231,00.html">SpiegelOnline</a>)</p>
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		<title>Was Lehrer lernen sollten</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 19:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[An den Unis sind Lehramtsstudenten allgegenwÃ¤rtig, abe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An den Unis sind Lehramtsstudenten allgegenwÃ¤rtig, aber dass die Ausbildung dort nur selten wirklich ausreicht, die angehenden Pauker gut auf ihren Beruf vorzubereiten, ist kaum umstritten. Daher hier eine unvollstÃ¤ndige und willkÃ¼rliche Liste von den Dingen, die Lehrer lernen sollten, bevor man sie auf SchÃ¼ler loslÃ¤sst:</p>
<ul>
<li>Wie benutze ich einen Computer?</li>
<li>Wie funktioniert das Internet?</li>
<li>Was sind soziale Netzwerke (z.B. SchÃ¼lerVZ) und warum sind sie fÃ¼r SchÃ¼ler wichtig?</li>
<li>Wie kÃ¶nnen moderne Medien (PowerPoint, Animationen&#8230;) und das Internet (Wikipedia, Blogs&#8230;) im Unterricht eingesetzt werden?</li>
<li>Was sind (Computer-/Online-)Spiele und was fÃ¼r MÃ¶glichkeiten und Gefahren bieten sie?</li>
<li>Was beschÃ¤ftigt die Kinder von heute?</li>
<li>Den Schulstoff &#8211; absolut wasserdicht</li>
<li>Wie kann ich den Einzelnen auch in einer Gruppe fÃ¶rdern und jedem Kind gerecht werden?</li>
<li>Wie gehe ich mit Fragen um, deren Antwort ich nicht kenne?</li>
<li>Wie funktioniert Lernen eigentlich?</li>
<li>Wie kann ich Kinder motivieren?</li>
<li>Wie spreche ich richtig vor einer Klasse?</li>
<li>Wie nehmen mich die SchÃ¼ler wahr?</li>
</ul>
<p>Dazu dann noch eine gehÃ¶rige Portion Selbstreflexion, Supervision und Betreuung in praktischen Ãœbungen sowie die Gelegenheit, zu experimentieren und sich auszuprobieren.</p>
<p>Jetzt an alle angehenden oder schon fertigen Lehrer unter euch: Was davon habt ihr in eurem Studium wirklich gemacht?</p>
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		<title>Moderne Technik und die alte Schule</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jan 2009 17:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netzwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer erinnert sich nicht noch an dieses gro&#223;e, gr&# [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer erinnert sich nicht noch an dieses gro&#223;e, gr&#252;ne Unget&#252;m in den Klassenr&#228;umen seiner Schulzeit? Jeden Tag auf&#8217;s neue wird die Tafel mit Worten, Zahlen und Formeln gef&#252;llt, die wenn m&#246;glich in den K&#246;pfen der Sch&#252;ler h&#228;ngen bleiben sollen. Dabei machen es die krakelige Handschrift des Lehrers und un&#252;bersichtliche Tafelbilder oftmals schwer, das zu entziffern, was dort wei&#223; auf gr&#252;n geschrieben steht. </p>
<p>Doch die Rettung naht: Mit neuen wei&#223;en Tafeln, die auch als Projektionsfl&#228;che und &quot;Touchscreen&quot; f&#252;r einen Computer eingesetzt werden k&#246;nnen, soll nun an den Schulen alles anders und alles neu werden. Und tats&#228;chlich lesen sich Beschreibungen dieser Boards lesen sich tats&#228;chlich &#228;u&#223;erst vielversprechend (z.B. <a href="http://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/smartboard-activboard-vergleich-whiteboards/2965/">hier</a> und <a href="http://portal.cvb-schule.de/index.php?name=News&amp;file=article&amp;sid=162">hier</a>). <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article3038516/Die-Schule-irrt-wenn-sie-auf-Elektronik-setzt.html">In der <em>Welt</em> kommentiert Holger Kreitling den Einzug moderner Technik in die Schulklassen</a> und scheint dieser Entwicklung im Allgemeinen skeptisch gegen&#252;ber zu stehen:</p>
<blockquote><p>Lernen aber wird aber durch den Einsatz von Technik nicht wesentlich besser, man muss kein Unkenrufer sein, um darauf zu verweisen, dass das Einmaleins oder Englischvokabeln immer gleich schwer zu erinnern sind.</p>
</blockquote>
<p>Das kann allerdings nur behaupten, wer sich noch nicht mit gut gemachten und sinnvollen medialen Aufbereitungen von Unterrichtsstoff auseinandergesetzt hat. Gerader das Vokabellernen und das Einmaleins lernen sich in der Interaktion und der Anwendung wesentlich einfacher und genau das wird mit dieser neuen Technik vereinfacht. Auch gibt es mittlerweile unz&#228;hlige Animationen, die komplexe Themen einfach und verst&#228;ndlich darstellen, wie es wahrscheinlich nur wenige Lehrer k&#246;nnen (z.B. zur <a href="http://www.portfolio.com/interactive-features/2007/12/cdo">Subprime-Krise</a>, <a href="http://www.gapminder.org/">zur weltweiten sozialen Entwicklung</a> oder dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ztdprP6fqe8&amp;feature=related">Blutkreislauf</a>) .</p>
<p>Haken wird das Ganze allerdings mal wieder an der Ausbildung der Lehrer. Solange diese mit einem einfach Overheadprojektor oder einem Videorecorder bereits &#252;berfordert sind, wage ich nicht, auf einen fl&#228;chendeckenden sinnvollen Einsatz der neuen M&#246;glichkeiten zu hoffen. Auch weil das Thema Technik- und Medienkompetenz f&#252;r Lehrer in der aktuellen Lehrerausbildung immer noch keine Rolle spielt.</p>
<p>Trotzdem: Ist die Technik einmal da, werden sich nach und nach immer mehr Lehrer mit ihr auseinandersetzen und in ein oder zwei Jahrzehnten wird dann vielleicht das Standard sein, was heute bereits m&#246;glich ist&#8230;</p>
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		<title>Mann und Frau &#8211; eine unendliche Geschichte&#8230;</title>
		<link>http://www.weltenkreuzer.de/gesellschaft/mann-und-frau-eine-unendliche-geschichte</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 04:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Frauen heutzutage in der Gesellschaft benachteilig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Frauen heutzutage in der Gesellschaft benachteiligt werden ist hinlÃ¤nglich bekannt und wird <a href="http://www.speybridge.de/?p=270">immer wieder gerne betont</a>. Ich will an dieser Stelle den SpieÃŸ einfach mal umdrehen und ein paar Punkte anfÃ¼hren, inwiefern MÃ¤nner heutzutage Frauen gegenÃ¼ber benachteiligt werden:</p>
<p><strong>Erziehung</strong>: Nahezu die komplette Erziehung bis zur Sekundarstufe I auÃŸerhalb der Familie erfahren Kinder &#8211; und damit auch Jungs &#8211; von Frauen. Ich kenne keine Zahlen, aber &#8220;TagesvÃ¤ter&#8221;, &#8220;KindergÃ¤rtner&#8221; und &#8220;Grundschullehrer&#8221; sind in meiner Wahrnehmung auf jeden Fall Exoten und keineswegs die Regel. Eine einseitige Erziehung, fehlende mÃ¤nnliche Rollenvorbilder und eine Dominanz von Werten, die tendenziell eher von Frauen vertreten werden. Wie es Ralf Neukirch in einem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,574193,00.html">lesenswerten SpiegelOnline-Artikel</a> pointiert ausdrÃ¼ckt:</p>
<blockquote><p>Dazu gehÃ¶rt die Ãœberzeugung, dass Verhalten, das typisch mÃ¤nnlich ist &#8211; oder als solches gilt -, schlecht ist. Jede harmlose Schulhofrangelei steht mittlerweile unter Gewaltverdacht und wird unterbunden. NatÃ¼rlich ist es sinnvoll, kleinen Jungen zu erklÃ¤ren, dass Schlagen keine LÃ¶sung ist. Aber muss bei jeder Rauferei gleich der Konfliktlotse angerannt kommen?</p></blockquote>
<p>Der Unterricht, schreibt der Frankfurter Bildungsforscher Frank Dammasch, sei eher an weibliche Formen des Lernens und Gestaltens angepasst. Wenn sich Jungen wie Jungen verhalten, wird dies dagegen sanktioniert.</p>
<p>Auch bei der Benotung in der Schule werden Jungen mittlerweile offenbar systematisch benachteiligt, indem sie fÃ¼r gleiche Leistungen schlechter benotet und fÃ¼r ihr unangepassteres Verhalten bestraft werden (<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,524828,00.html">Quelle</a>)</p>
<p><strong>Berufsleben</strong>: Es gibt zahlreiche Bereiche, in denen MÃ¤nnern Frauen gegenÃ¼ber massiv unterreprÃ¤sentiert sind: Auch hier, ohne genaue Zahlen zu kennen, tippe ich auf Lehrer (insb. Grund- und Sonderschule), Arzthelfer, Pfleger, Kunst und Kultur, Kommunikation und Marketing usw. Ich warte ja immer noch auf Programme, die versuchen, Jungs fÃ¼r den Lehrerberuf oder die SozialpÃ¤dagogik zu begeistern&#8230;</p>
<p><strong>Familie</strong>: Auch in der modernen Familie ist die Rollenverteilung eindeutig: der Mann sorgt dafÃ¼r, dass die Familie gesichert ist, die Frau verdient etwas dazu, wenn sie einen Job findet. Ab einem gewissen Wohlstand hat die Frau also prinzipiell die Wahl, ob sie arbeiten, sich eine Familie &#8220;zulegen&#8221; oder sich ehrenamtlich engagieren wil, der Mann sorgt ja fÃ¼r das Einkommen und sein Karrierestreben sichert seinen Arbeitsplatz auch fÃ¼r die nÃ¤chsten Jahre. Der Mann hat keine Wahl. Er muss sich in die MÃ¼hlen eines Unternehmens begeben und das Geld heranschaffen. Gleichzeitig soll er bitte noch die Rente fÃ¼r beide Eheparnter sichern, als &#8220;emanzipierter&#8221; Mann seinen Teil der Hausarbeit leisten und sich in der Erziehung und Betreuung der Kinder einbringen&#8230;. Wieder pointiert ausgedrÃ¼ckt, diesmal von der SÃ¤ngerin Annett Louisan:</p>
<blockquote><p>sie nennt ihn mÃ¤nnlich nur wenn er ihr nÃ¼tzt<br />
wenn er sie fÃ¼ttert, wenn er sie beschÃ¼tzt<br />
wenn er nicht spurt, ist er Â´n chauvinist, wenn er spaÃŸ hat Â´n egoist<br />
(<a href="http://annettlouisan.de/cm_standard_1.3.1/site/modules/index.php?area=musik&amp;subarea=dol&amp;song=04">er</a>)</p></blockquote>
<p>SchÃ¶n und gut, jetzt wissen wir also, dass auch MÃ¤nner Frauen gegenÃ¼ber oftmals benachteiligt sind. Und nu? Werfen wir uns gegenseitig unser Leid an den Kopf und schauen, wer als erstes in die Knie geht? Hetzen wir zwei Stellvertreter aufeinander los und wer als erstes blutet verliert?</p>
<p>Ich glaube nicht, dass das aktuelle System von institutionalisiertem Feminismus und etablierter positiver Diskriminierung von Frauen wirklich zu einer LÃ¶sung der Probleme fÃ¼hrt. Vielmehr mÃ¼sste es darum gehen, ein RollenverstÃ¤ndnis zu entwickeln, dass einerseits dem Streben nach GlÃ¼ck jedes Einzelnen gerecht wird &#8211; egal ob Mann oder Frau &#8211; und das gleichzeitig die funktionalen Anforderungen, die unsere modernen Systeme an die Gesellschaft stellen, in angemessener Form erfÃ¼llen kann.</p>
<p>GrundsÃ¤tzlich gibt es fÃ¼r ein solches System in meinen Augen zwei MÃ¶glichkeiten, zwischen denen im Grunde eine &#8220;einfache&#8221; Frage entscheiden wÃ¼rde: Sind MÃ¤nner und Frauen nur durch ihre Erziehung unterschiedlich oder gibt es tatsÃ¤chliche, systematische Unterschiede in den Interessen und FÃ¤higkeiten von Frauen und MÃ¤nnern?</p>
<p>Wenn man annimmt, dass Frauen und MÃ¤nner sich nur durch ihre Erziehung von einander &#8220;entfernen&#8221;, ist das Idealbild einfach gemalt: Alles gleich. Gleiche Erziehung, gleiche Bildung, gleiche Werte, gleiche Karrierewege&#8230; Geht man aber davon aus, dass es eben doch &#8220;den kleinen Unterschied&#8221; gibt, &#8211; und bin mir dessen, ehrlich gesagt, ziemlich sicher &#8211; wird die Sache deutlich komplizierter. Ungleiche Verteilungen auf Berufsfelder, ungleiche Aufstiegschancen usw. sind dann nÃ¤mlich nicht zwangslÃ¤ufig auch ungerecht und das kÃ¶nnen Feministinnen ja nun schwerlich zugeben&#8230;</p>
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		<title>Noten als fairer Leistungsma&#223;stab?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2008 09:22:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist schon einige Zeit her, dass ich das letzte mal Ã [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon einige Zeit her, dass ich das letzte mal Ã¼ber die Aussagekraft von Noten geschrieben habe (<a href="http://www.nilsmueller.info/blog/gesellschaft/wissen-nach-noten">Wissen nach Noten?</a>), ein aktueller Artikel aus der SÃ¼ddeutschen macht mal wieder deutlich, wie sehr das deutsche System auch an seiner Notengebung krankt. Heutzutage geht fast alles nach Noten: In einigen BundeslÃ¤ndern die Empfehlung beim Ãœbergang zur Sekundarstufe, also die wichtigste Entscheidung in der Bildungskarriere eines Menschen, bei der Wahl eines Studienplatzes und schlieÃŸlich auch bei der Bewerbung fÃ¼r eine Stelle. Immer wieder werden die Noten als wichtiges Kriterium fÃ¼r die Entscheidung herangezogen. Es stÃ¼nde also eigentlich zu hoffen, dass Noten tatsÃ¤chlich etwas aussagen, dass sie, wie es die Signaltheorie der Bildungsforschung es formuliert, ein verlÃ¤sslicher Hinweis auf die FÃ¤higkeiten und die zukÃ¼nftige Leistung in Schule, Studium und Beruf sein kÃ¶nnen. </p>
<p>Ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/879/303858/text/">aktueller Fall</a> von einer bayerischen Grundschule zeigt nun, dass Noten keineswegs aussagekrÃ¤ftig sind und ist gleichzeitig ein erschreckendes Beispiel dafÃ¼r, wie inmitten der deutschen Bildungsmisere, gute und fÃ¤hige Lehrer systematisch demontiert und demotiviert werden:</p>
<blockquote><p>Der Satz knallte ihr ins Gesicht wie eine Ohrfeige: &#8220;Sie haben sich an das Niveau der Parallelkollegen anzupassen!&#8221; Sabine Czerny, seit zehn Jahren Grundschullehrerin, konnte nicht fassen, was der Schulrat da in einer dienstlichen Unterredung befahl. Sich an das Niveau der Parallelklasse anzupassen &#8211; das hÃ¤tte in ihrem Fall bedeutet, sich nach unten zu orientieren, schlechtere Resultate zu produzieren, nicht bessere.
<p>Doch sie hatte richtig gehÃ¶rt: Was den Vorgesetzten aus dem Schulamt stÃ¶rte, war die Tatsache, dass die Kinder aus Sabine Czernys zweiter Klasse einer Grundschule im MÃ¼nchner Umland so gut lernten, dass sich die Eltern der Parallelklassen beschwerten.
<p>(Quelle: <a href="http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/879/303858/text/">Sueddeutsche.de &#8211; Nicht zu viele Einser, bitte!</a>)</p>
</blockquote>
<p>Was soll einem dazu noch einfallen? Da ist eine Lehrerin, die sich engagiert, die ihre SchÃ¼ler fÃ¼r das Lernen begeistert und die sich regelmÃ¤ÃŸig in Fortbildungen auf den neuesten Stand der PÃ¤dagogik versetzen lÃ¤sst und dann muss sie sich anhÃ¶ren: &#8220;Sie sind zu gut!&#8221; Sie kann ihre SchÃ¼ler nicht nach deren tatsÃ¤chlicher Leistung bewerten, weil das Notenspektrum ausgeschÃ¶pft werden soll und weil es ja &#8220;nicht sein kann, dass alle ihre SchÃ¼ler so gut sind&#8221;. Dabei zeigt sich hier nur mal wieder, welches Potential in <u>jedem</u> Kind steckt, wenn es nur ausreichend gefÃ¶rdert wird. Wenn es motivierte Lehrer hat, die ihm den SpaÃŸ am Lernen vermitteln und nicht vermiesen. Es zeigt jedem, dass es nicht die Kinder sind, die &#8220;zu blÃ¶d&#8221; oder &#8220;zu desinteressiert&#8221; sind, sondern dass die Schule ihnen systematisch alle Motivation nimmt, etwas zu lernen und neugierig zu sein.
<p>Es zeigt aber auch, wie wenig aussagekrÃ¤ftig Noten sind, weil sie von der durchschnittlichen Leistung einer Klasse abhÃ¤ngig gemacht werden. Da man von der Annahme ausgeht, dass Schulnoten, genau wie Intelligenz, annÃ¤hernd <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung">normalverteilt</a> ist, kann es nicht sein, dass sich in einer Klasse die guten Noten hÃ¤ufen, also mÃ¼ssen gute SchÃ¼ler schlecht benotet werden. Wer in der einen Klasse locker eine eins bekommen hÃ¤tte, bekommt in einer anderen vielleicht nur eine drei. Fair, objektiv und aussagekrÃ¤ftig ist das bestimmt nicht.</p>
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		<title>Wissenschaft und Schule</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 15:41:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ist die wich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausbildung der Kinder und Jugendlichen ist die wichtigste Aufgabe, die sich einer Gesellschaft stellt, wenn sie sich in der heutigen schnelllebigen Welt erfolgreich behaupten will. Dabei geht es darum, es den jungen Menschen zu erm&#246;glichen, sich in der Welt zu orientieren, kritisch zu denken und ein eigenst&#228;ndiges und selbstverantworliches Leben zu f&#252;hren. Man sollte daher meinen, dass sich die f&#252;r diese Aufgabe Verantwortlichen, seien es Politiker, Lehrer oder Professoren, die Lehrer ausbilden, aller m&#246;glichen Mittel bedienen um diese Aufgabe m&#246;glichst effektiv und effizient zu erf&#252;llen. Ein aktuelles Beispiel zeigt aber deutlich, wie sehr alte &#220;berzeugungen und ein starres System dazu beitragen, dass m&#246;glicherweise veraltete Techniken zum Standard in der p&#228;dagogischen Praxis geh&#246;ren:</p>
<p>So hat der Dresdner Sozialp&#228;dagoge Hans G&#228;ngler in einer Studie aufgezeigt, dass die klassische Form von Hausaufgaben, als Wiederholung des Schulstoffes, kaum einen Einfluss auf die schulischen Leitungen der Sch&#252;ler hat (<a href="http://tu-dresden.de/aktuelles/news/hausaufgaben/newsarticle_view">Hausaufgaben sind &#252;berfl&#252;ssig</a>). Und obwohl er keineswegs der erste ist, der den Nutzen von Hausaufgaben in Zweifel zieht (<a href="http://tu-dresden.de/die_tu_dresden/fakultaeten/erzw/erzwibf/sp/forschung/ganztagsschule/aktuelles">weitere Literatur</a>), ist diese Erkenntnis noch nicht in den Schulen angekommen bzw. sickert erst sehr langsam in das deutsche Bildungssystem ein. Es gibt jedoch bereits einige wenige Schulen, die versuchen, eine angemesseneren Umgang mit Hausaufgaben zu finden, der die Lernmotivation der Kinder steigert und ihnen gleichzeitig auch die M&#246;glichkeit f&#252;r umfangreichere Aktivit&#228;ten neben der Schule gibt (<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,532588,00.html">Besser lernen ohne Hausaufgaben</a>).</p>
<p>Wenn ein Flugzeugbauer herausfindet, dass eines seiner Bauteile das Flugzeug nur schwerer macht, ohne es stabiler, schneller oder komfortabler zu machen, wird er sein m&#246;glichstes tun, dieses Bauteil aus dem Flugzeug zu entfernen. Im Bildungssystem hingegen setzen sich Innovationen nur h&#246;chst langsam durch und eine wirkliche Reform des Unterrichtsgeschehens scheint unm&#246;glich, dabei wird sie von Tag zu Tag dringender!</p>
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		<title>Ganz simple PÃ¤dagogik</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 19:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Was macht ein Lehrer anders, dessen SchÃ¼ler ihre Freiz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was macht ein Lehrer anders, dessen SchÃ¼ler ihre Freizeit damit verbringen, die Geschichte ihrer Heimatstadt zu erforschen und dabei so gut sind, dass sie regelmÃ¤ÃŸig erste Preise beim Geschichtswettbewerb des BundesprÃ¤sidenten abrÃ¤umen? Das Erfolgsgeheimnis von Werner Ostendorf aus Mainz ist ganz simpel:</p>
<blockquote><p>Machen lassen, dann klappt das schon.</p></blockquote>
<p>Ã„uÃŸerst simpel, aber leider von viel zu wenigen Lehrern verinnerlicht.</p>
<p>(<a href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,514670,00.html">Quelle</a>)</p>
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		<title>Schule zerstÃ¶rt KreativitÃ¤t&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 21:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Weltenkreuzer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[...lautet die These, die der britische PÃ¤dagoge und KÃ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;lautet die These, die der britische PÃ¤dagoge und KÃ¼nstler Ken Robinson in einem Ã¤uÃŸerst sehenswerten Vortrag aufstellt:</p>
<p><embed src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docId=-4964296663335083307&amp;hl=en" style="width: 400px; height: 326px" id="VideoPlayback" type="application/x-shockwave-flash"></embed></p>
<p>Leider kann ich den meisten Argumenten Robinsons nur zustimmen. All meine Interessen im kreativen oder kÃ¼nstlerischen Bereich haben sich erst entwickelt, nachdem ich nicht mehr uninspiriertem und langweiligem Kunst- oder Musikunterricht ausgesetzt war&#8230;</p>
<p>Durch diese systematische ZerstÃ¶rung der KreativitÃ¤t verliert die Gesellschaft nicht nur viele potentielle KÃ¼nstler, sondern die FÃ¤higkeit zum unabhÃ¤ngigen Denken und zum eigenstÃ¤ndigen Schaffen. Verhalten und Denken werden gleich geschaltet und lediglich auf das Wiedergeben-KÃ¶nnen eines bestimmten FÃ¤cher-Kanons beschrÃ¤nkt. Modern ist das nicht und sinnvoll schon garnicht&#8230;</p>
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