Weltenkreuzer

Gedanken und Fundstücke aus all meinen Welten

Wettprogrammieren mit Sid Meier

Wer sich, wie ich, Anfang der 1990-er Jahre mit Com­put­er­spie­len beschäftigt hat, hat bes­timmt Civ­i­liza­tion ken­nen­gel­ernt. Ein Com­put­er­spiel von Sid Meier, bei dem es darum geht, ein Imperium zu errichten und durch die kom­plette Men­schheits­geschichte hin­durch die Welt zu erobern. 1991 habe ich mit meinen neun Jahren von meinem Taschen­geld, Geschenken und aus allen anderen möglichen Quellen Geld zusam­mengekratzt, um den damals nor­malen Preis von 119 Mark für die vier Disket­ten bezahlen zu kön­nen. Und ich wurde nicht ent­täuscht. Mit der Aus­nahme des leg­endären Bun­desliga Man­ager Pro­fes­sional hat mich wohl bis­lang kein Spiel länger an den Com­puter gefes­selt. Meier hat sich durch dieses Spiel – und einige andere wie Rail­road Tycoon (kosten­loser Down­load) – einen fast schon mythis­chen Ruf erwor­ben, auch wenn sich der Hype um ihn mit­tler­weile gelegt hat. Doch Civ­i­liza­tion gibt es noch immer und so erscheint hof­fentlich noch in diesem Jahr der fün­fte Teil der Reihe.

Doch warum ich das alles schreibe? Über @sga_ bin ich ger­ade auf ein Video gestoßen, in dem Sid Meier unter anderem einen kleinen Ein­blick in die Geschichte seiner Arbeit als Spieledesigner gibt. Außer­dem geht es um einen Wet­tbe­werb, in dem Stu­den­ten der Michi­gan Uni­ver­sity inner­halb von 48 Stun­den ein Com­put­er­spiel pro­gram­mieren. Spannend.

Schöne und bezahlbare Büroausstattung aus Holz

Bei unserem entspan­nten Bum­mel durch Ham­burg gestern, sind wir direkt am Bahn­hof auf ein tolles Geschäft gestoßen: Im Werkhaus–Shop gibt es ein­er­seits mit Fotos bedruckte Hocker aus Holz­faser­plat­ten und ander­er­seits, wie es die Überschrift schon andeutet, toll designte und gut bezahlbare kleine und große Helfer­lein für Büro und Schreibtisch. Die Sachen sind wie die Hocker aus Holz­faser­plat­ten hergestellt, die sich über ein cleveres Stecksys­tem sehr ein­fach zusam­men­bauen lassen. An Far­ben gibt es meist Natur, Goldgelb, Dunkel­rot und Dunkel­grau zur Auswahl. Außer­dem gibt es einige Serien, die eben­falls mit Fotos bedruckt sind.

Werkhaus hat in Bad Boden­te­ich in der Nähe von Uelzen seinen Sitz und pro­duziert dort, wie es scheint, auch seine Waren. Dabei hat sich das Ehep­aar Dan­neberg eine nach­haltige und ökol­o­gisch ver­ant­wor­tungsvolle Pro­duk­tion­sweise auf die Fah­nen geschrieben.

Mir fiel die Auswahl dann auch nicht leicht, da ich von den vie­len tollen Sachen nur wenige wirk­lich brauchen kon­nte. Daher gab es am Ende dann einen Briefa­blagekorb und einen sehr prak­tis­chen Zettelka­s­ten in Dunkel­rot, sowie einen Notizblock zum Thema Landkarten:

briefablage zettelkasten block

Für alle, die nicht so leicht nach Ham­burg kom­men, gibt es Werkhaus-Artikel auch in einem eige­nen Online-Shop.

Wissenschaftsmusik

Es gibt ja das alt­bekan­nte Vorurteil, Natur­wis­senschaften seien trocken und für Außen­ste­hende kaum ver­ständlich. Für  Fachar­tikel und wis­senschaftliche Bücher gilt das sicher­lich, aber glück­licher­weise gibt es da draußen viele, die sich darum bemühen, sie leicht ver­ständlich und unter­halt­sam aufzu­bere­iten und zu präsen­tieren. Einer davon in der Musiker John Boswell, der Auss­chnitte aus Videos und Reden bekan­nter Wis­senschaftler und Wis­senschaft­spräsen­ta­toren wie Carl Sagan, Richard Dawkins oder David Atten­bor­ough hern­immt und  sie mit span­nen­den Bildern und elek­tro­n­is­cher Musik zur Sym­phony of Sci­ence zusam­men­fügt. Hier sind meine bei­den Favoriten:

 

 

Mehr gibt es auf der Home­page www.symphonyofscience.com oder bei Youtube.

120.000 Ohren für fünf Stimmen

Unglaublich, was da am Don­ner­stag um 20 Uhr auf und vor der Bühne auf der Bre­mer Bürg­er­weide abging: Da ste­hen fünf Män­ner und trällern A-Capella-Lieder, während ihnen knapp 60.000 Men­schen begeis­tert zujubeln. Ich weiß nicht, wann zuletzt eine deutsche Band vor solch einem Pub­likum gespielt hat. Zumal man sich vor Augen hal­ten muss, dass die Wise Guys keineswegs ein Liebling der Radiosender sind und dort tagein, tagaus auf heavy rota­tion laufen. Nein, ihr Ruhm grün­det in erster Linie auf Mund-zu-Ohr-Propaganda und basiert auf ihrer unglaublichen Fähigkeit, intel­li­gente Texte und cle­vere Vokal-Arrangements zu verknüpfen. Respekt, Jungs! Ich werde im Okto­ber in Old­en­burg und im Jan­uar in Essen wieder dabei sein!

Hier gibt es mehr Infos zu den Wise Guys und hier ein paar Hör­proben.

Die Wise Guys in Wilhelmshaven

Gestern Abend war es mal wieder soweit: Die Wise Guys — eine meiner absoluten Lieblings­bands — gastierten in meiner Nähe und ich war früh genug darauf gekom­men, mir auch Karten zu besor­gen.  So ging es dann gestern Nach­mit­tag mit meiner Fre­undin auf die 45-minütige Zug­fahrt in den Nor­den. Zu Beginn des Konz­erts gab es für die knapp 1600 Zuschauer eine unlieb­same Überraschung: Eddi kam mit einer Tasse Tee in der Hand auf die Bühne und berichtete von einem hek­tis­chen Ver­such, einen HNO-Arzt für Dän aufzutreiben und der Möglichkeit, dass das Konz­ert ent­fällt. Zwanzig Minuten später gab es dann aber Ent­war­nung und so kon­nten die fünf “Jungs” mit halb­stündi­ger Ver­spä­tung richtig loslegen.

Beson­ders ges­pannt war ich gestern natür­lich auf den “Neuen”, meinen Namensvet­ter, der zu Beginn des Jahres als Nach­fol­ger von Clemens in die Band gekom­men ist. Nach­dem das erste Lied “Am Anfang” bei Allen noch ein wenig holperte, ging es danach richtig los und Nils führte sich mit einem knack­i­gen Vorstel­lungssong angemessen ein. Dass er mit seinem Song “Moin” in Wil­helmshaven natür­lich beson­dere Sym­pa­thien erwarb, sollte nicht überraschen. Auch stimm­lich kon­nte das Nordlicht aus Kiel voll überzeu­gen. Seine Stimme gle­icht schon fast einer klas­sis­chen Gesangsstimme und kann den Raum füllen, wie keiner der anderen Wise Guys. Beson­ders deut­lich wurde das bei dem ein­drucksvoll insze­nierten Cover von Rob­bie Williams’ “Angels”. Kurz und gut: Die Wise Guys haben mit Nils einen neuen fün­ften Mann gefun­den, der musikalisch per­fekt in die Band passt und an dem wir Zuhörer noch viel Spaß haben werden!

Auch anson­sten kon­nten die Wise Guys mal wieder voll überzeu­gen. Zwar kon­nte ich die Büh­nen­show wegen eines Pfeil­ers direkt vor meiner Nase nicht ganz so entspannt genießen, aber die Mis­chung aus alten und neuen Songs, sowie humor­vollen Mod­er­a­tio­nen war mal wieder abso­lut per­fekt. Lei­der mussten wir uns dann schon vor Ende des Konz­erts ver­ab­schieden, da der let­zte Zug zurück nach Old­en­burg schon um 22:44 fuhr. Die halbe Stunde Ver­spä­tung hatte uns lei­der einen Strich durch die knappe Zeit­pla­nung gemacht.

Trotz­dem: Wer intel­li­gente Texte und gesan­gliche Meis­ter­leis­tun­gen such und mit “Vokal-Pop” (ehe­mals als A-Capella-Musik bekannt ;-) ) etwas anfan­gen kann, sollte sich den näch­sten Tour-Termin der Wise Guys in seiner Nähe her­aus­suchen. Für uns geht es am 24.10 in Old­en­burg weiter und dann im Jan­uar zur Spezial­nacht nach Essen. :-)

Täglicher Wissenshappen

Wie funk­tion­iert ein Feuer­löscher?”, “Warum wird es leise, wenn es schneit?” oder “Warum wer­den wir bei Son­derange­boten gerne schwach?”. Mit solcher­lei Fra­gen aus dem All­tag beschäftigt sich die tägliche Sendung “Wis­sen vor 8″ mit Ranga Yogesh­war in unter­halt­samer und sehr leicht ver­ständlicher Weise.

Auch im Inter­net lässt sich die Sendung aufrufen. Lei­der nicht als voll­ständi­ges Archiv, son­dern nur die Sendun­gen der let­zten Tage: www.wissen-vor-8.de