So schnell kann´s gehen: da setzt man sich nichts Böses ahnend in zwei Sessions auf der re:publica und kommt mit einem wichtigen neuen Impuls heraus:
Die Rede ist von den beiden Sessions zu Open Science und Wissenschaftsblogging am Mittwoch: In der ersten ging es primär darum, wie man universitäre Forschung und auch Lehre aus ihrem “Elfenbeinturm” herauslösen kann. Da ist auf der einen Seite der Weg des klassischen Wissenschaftsjournalismus: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung werden von Journalisten aufgegriffen und in eine Form gebracht, die auch dem interessierten (und vielleicht etwas vorgebildeten) Laien verständlich ist. “Neue” Formen der Publikation wie Blogs oder auch Twitter ermöglichen uns heute jedoch eine noch stärkere Öffnung: Wir als Wissenschaftler können den Prozess unserer Forschung direkt offen legen und damit unsere Arbeit ganz anders nach außen präsentieren.
Dieser Schritt bedeutet jedoch für die Wissenschaft einen grundlegenden Kulturwandel: So sieht sich die Wissenschaft und so sehen sich Forscher immer noch gerne als Wächter über den geheimen Schatz des Wissens, der alleine das Recht hat, diesen zu bewerten und zu erweitern. Eine Öffnung des Prozesses nicht nur gegenüber ausgewählten Kooperationspartnern, sondern zu einer breiteren interessierten Öffentlichkeit, löst diesen Anspruch auf und wird daher — verständlicherweise — äußerst skeptisch betrachtet, denn das “Geheimwissen” wird auf einmal angreifbar. Gleichzeitig eröffnet sich jedoch die Möglichkeit, die Wissenschaft und ihre Protagonisten wieder näher an die Gesellschaft heranzurücken und sie von dem Klischee des alten Mannes im Kittel zu befreien.
Als Beatrice Lugger dann noch die amerikanische Aktion #IamScience ansprach, habe ich gemerkt, wie weit Deutschland auch in dieser Hinsicht mittlerweile hinter andere Länder und insbesondere die USA zurückgefallen ist. Und da ein Kulturwandel immer Menschen braucht, die vorangehen, Ideen diskutieren und ausprobieren, wird es an dieser Stelle in der nächsten Zeit viele Gedanken zum Kozept der Open Science geben und ich werde in Zukunft auch versuchen, meinen Forschungsprozess ein wenig oder auch ein wenig mehr öffentlich zu dokumentieren — ob an dieser Stelle oder in einem anderen Format sei dabei mal noch offen gelassen.





Ein etwas umfassenderes Rumstöbern im Katalog ergab dann zwar, dass nur ein kleiner Teil des Angebots der entsprechenden Verlage verfügbar ist, aber immer noch mehr als genug, um mich über Monate hinweg zu beschäftigen. So landete in den nächsten Wochen ein Buch nach dem anderen auf meinem Pad und wurde flux weggelesen: von
Der Leseteil der App erinnert mich sehr an den der Kindle-App und hat eigentlich kaum Macken. Besonders gelungen finde ich, dass Skoobe an einer Anzeige von Seitenzahlen festhält, die allerdings anders als beim Sony-Reader und auch beim Kindle, Bildschirmseiten entsprechen und sich eben anpassen, wenn man die Schriftart ändert. Klein, aber fein.
